Efficiency Ratio

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Der Efficiency Ratio wurde von Perry Kaufman ursprünglich entwickelt, um seinen adaptiven, gleitenden Durchschnitt (KAMA) an unterschiedlichen Marktphasen anzupassen. Mittlerweile hat sich der Indikator außerhalb von KAMA, auch zur Trendbestimmung eines Kurses etabliert/bewährt. Er ist eine Art Maßstab für die Geradlinigkeit eines Trends geworden.


Berechnung

Hinter der Idee der Efficiency Ratio steckt die fraktale Geometrie, welche besagt dass die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten die Gerade ist. Wenn aber der direkte Weg nicht gegangen werden kann, dann errechnet sich die Effizienz des Umwegs, indem man ihm ins Verhältnis mit dem direkten Weg setzt. Perry Kaufmann wendete genau diese Methode an, um die Effizienz der Kursbewegung zu bestimmen.


  ER_{t} = \frac{ | C_{t}-C_{t-n} |}{\sum_{i=0}^{i=n-1}| C_{t-i}-C_{t-i-1} |}


Interpretation

Der Efficiency Ratio bewegt sich in einer Skala von 0 und 1. Umso näher der Indikator dem Extremwert 1 kommt, desto effizienter und geradliniger bewegt sich der Kurs. Trendphasen sind meist durch solch eine geradlinige Bewegung gekennzeichnet, während trendlose Phasen sich durch viele Schwankungen und geringen Kursänderungen dem Extremwert 0 annähern. Wird nun ein Grenzwert festgesetzt, so kann man den Kursverlauf in trend- und trendlosen Phasen aufteilen. In der Literatur gibt es für einen Grenzwert keine Angaben, lässt sich aber visuell gut ermitteln.

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