Swingline-Indikator

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Der Swingline-Indikator zeichnet Linien, die den Werten der letzten Swing-Punkte entsprechen.

SwingHigh-Linie

SwingHighLine.jpg

Die „SwingHigh“-Linie (grün) entspricht dem letzten SwingHigh. Der letzte SwingHigh ist das höchste Hoch vor n und nach n Balken.


SwingLow-Linie

SwingLowLine.jpg

Die „SwingLow“-Linie (rot) entspricht dem letzten SwingLow. Der letzte SwingLow ist das tiefste Tief n und nach n Balken.



Bildet sich ein neuer Swingpunkt, so wird die Swinglinie an diesem Punkt weitergeführt.
Dieser Indikator ist experimentell innerhalb der PipMaster-Anwendung [1] realisiert und steht in ständiger Weiterentwicklung.

Berechnung

SwingHigh
bei strict=false und strict2=false:
SwingHigh = highest(High[-n], … ,High[-2], High[-1], High, High[1], High[2], …, High[n])

SwingLow
bei strict=false und strict2=false:
SwingLow = lowest(Low[-n], … , Low[-2], Low[-1], Low, Low[1], Low[2], …, Low[n])

Parameter

Name LevelHigh
Typ Integer
Wertebereich 1.nn
Empfohlener Wert 5 (15min-Chart)
Beschreibung Die Anzahl von Balken vor und nach dem SwingHigh
Interpretation Widerstandslinie; Eckpunkte für fallende Trendlinie; Stopplinie für SHORT-Positionen


Name LevelLow
Typ Integer
Wertebereich 1.nn
Empfohlener Wert 5 (15min-Chart)
Beschreibung Die Anzahl von Balken vor und nach dem SwingLow
Interpretation Unterstützungslinie; Eckpunkte für steigende Trendlinie; Stopplinie für LONG-Positionen


Name Strict
Typ Boolean
Wertebereich True/False
Empfohlener Wert False für Trendlinie und Stopplinie; True für Unterstützungs- und Widerstandlinie)
Beschreibung SwingHigh: Die Hochs der Balken vor dem SwingHigh müssen nacheinander steigen. Nach dem SwingHigh müssen die Hochs wieder nacheinander sinken.

SwingLow: Die Tiefs der Balken vor dem SwingLow müssen nacheinander sinken. Nach dem SwingLow müssen die Tiefs wieder nacheinander steigen.

Interpretation SwingPoints sind nicht nur lokale Hochs und Tiefs, sondern kennzeichnen wirkliche Spitzen.


Name Strict2
Typ Boolean
Wertebereich True/False
Empfohlener Wert False für Trendlinie und Stopplinie; True für Unterstützungs- und Widerstandlinie)
Beschreibung SwingHigh: Die Tiefs der Balken vor dem SwingHigh müssen nacheinander steigen. Nach dem SwingHigh müssen die Tiefs wieder nacheinander sinken.

SwingLow: Die Hochs der Balken vor dem SwingLow müssen nacheinander sinken. Nach dem SwingLow müssen die Hochs wieder nacheinander steigen.

Interpretation SwingPoints sind „extreme“ Spitzen. Auch die Tiefs müssen wie Hochs steigen; bzw. die Hochs müssen wir die Tiefs sinken.


Name ignoreBefore
Typ Boolean
Wertebereich True/False
Empfohlener Wert True für Stopplinie
Beschreibung Die Balken vor dem SwingHigh und vor dem SwingLow werden für die Berechnung nicht verwendet.
Interpretation Geeignet für Stopplinien


Name ignoreAfter
Typ Boolean
Wertebereich True/False
Empfohlener Wert False
Beschreibung Die Balken nach dem SwingHigh und nach dem SwingLow werden für die Berechnung nicht verwendet.



Die Kombination ignoreBefore=True und ignoreAfter=True findet keine Berechnung der SwingPoints mehr statt und ist damit ohne Bedeutung.
Die Werte der Parameter sind abhängig vom Anwendungsfall. Siehe dazu die folgenden Anwendungsbeispiele.

Anwendung

Trendbestätigung

Ein steigender Trend liegt vor, wenn die untere Swinglinie steigt und nicht durch Tiefs durchbrochen wird:

TBaufwärts.jpg

Der bestehende Aufwärtstrend wird bei 1,2855 getestet und anschließend durchbrochen.


Ein fallender Trend liegt vor, wenn die obere Swinglinie fällt und nicht durch Hochs durchbrochen wird:

TBabwärts.jpg

Der bestehende Abwärtstrend wird bei 1,2760 am SwingHigh getestet und anschließend durchbrochen.


Ermittlung von Unterstützung und Widerstand

Mit der Einstellung „strict/strict2=true“ können Unterstützungs- und Widerstandsmarken ermittelt werden.

Widerstand.jpg

In diesem Beispiel bildet sich ein neues SwingHigh (bei 1,5751) als neuer Widerstand. Der Durchbruch durch die Unterstützungslinie bei 1,5842 kann als SHORT-Signal interpretiert werden.


Unterstützung.jpg

Das neue SwingLow (bei 1,5558) als Unterstützung wird schließlich nach unten durchbrochen.


Ermittlung von Trendlinien

Ein steigender Trend wird durch steigende SwingLows gebildet. Die Verbindung von mindestens drei aufeinanderfolgenden SwingLows bildet eine steigende Trendlinie.
Ein fallender Trend wird durch sinkende SwingHighs gebildet. Die Verbindung von mindestens drei aufeinanderfolgenden SwingHighs bildet eine fallende Trendlinie.

Stoppindikator

Verwendung der SwingLow-Linie als Ausstieg in einer LONG-Position. Verwendung der SwingHigh-Linie als Ausstieg in einer SHORT-Position. Hier sollten die Einstellungen „strict/strict2=true“ vermieden werden. Hierdurch würde der Stopp zu weit gesetzt werden. Siehe auch dazu die Beispiele zur Trendbestätigung. Des weitere empfehle ich die Einstellung „ignoreBefore=true“. Hiermit werden sehr enge und effektive Stopps für den Ausstieg ermöglicht.

Stopplinie.jpg

SwingLow dient als Stopplinie. Die LONG-Position (Einstieg bei 1,3131) berührt beinahe die Stopplinie bei 1,3222 und wird bei ca. 1,3310 geschlossen. Der Initialstop beträgt in diesem Beispiel 42 Pips und wird ständig mit dem letzten und höchsten SwingLow nachgezogen.


Autor: Detlev Matthes, Softwarearchitekt und -Entwickler.